Neuro Webdesign

Symbolische Ansicht eins Hirns

Aufgrund meines Hintergrund als Ingenieur bin ich es gewohnt, auf der Basis von Daten und nach neusten Erkenntnissen der Wissenschaft zu arbeiten. Daten und Studien sind dort meine Quellen für die Suche nach einer Lösung.

Im (Web-)Design herrschte für mich lange Zeit der künstlerische, ästhetische Einfluss vor. Einfluss einer kreativen Person mit viel Gespür und Feinsinn ist bei jedem Endprodukt spürbar – klarer Fall. Allerdings gibt es viele Best Practices, Regeln oder zumindest Leitblanken mit oftmals ebenso grossem Einfluss auf das Endprodukt.

Fakten aus Psychologie und Neurowissenschaft

Nun kommen wir langsam zum Thema dieser Beitragsreihe: Wieso ist die eine Website erfolgreich, die andere aber nicht? Warum verkaufen sich beispielsweise iPhones immer so gut? Im Buch Neuro Webdesign erklärt Jonas Reggelin den Einfluss von Psychologie und Neurowissenschaft auf den Erfolg einer Website. Anstelle von subjektiver Empfindung erklärt der Author mit Studien, wie Menschen auf Websites Entscheidungen treffen.

Wirklichkeit ist relativ

Bereits im Vorwort hat das Buch gepackt: Das war wir für die Wirklichkeit halten ist ein eigenes Konstrukt. Unsere Eindrücke gehen durch einen eigenen Filter und wir analysieren und ordnen. Wir ergänzen unsere bisherigen Erfahrungen, gleichen ab und fügen zusammen. Die eine Wirklichkeit existiert nicht.

Bild einer laufenden Person. Die Perspektive ist von der Seite. Den Boden sieht man aber von oben.
Die Wirklichkeit ist nicht das, war wir denken.

Für das Marketing gibt es zwei wichtige Erkenntnisse:

  • Die eine Wirklichkeit gibt es nicht. Wirklichkeit ist ein subjektives Konstrukt.
  • Ein Grossteil der Entscheidungen fällen wir basierend auf unbewussten Faktoren.

Das klingt doch interessant, nicht wahr? Gleichzeitig nimm das Vorwort mir bereits ein Stück Vertrauen in mein durch Rationalität und Wissenschaft geprägtes Ingenieur-Herz.

Neuromarketing

Dieser Ansatz können wir auch viel breiter anwenden. Was macht ein erfolgreiches Unternehmen aus? Was unterscheidet es von der Konkurrenz? Das beste iPhone, was es je gab? Die besten Dienstleistungen, ausgezeichneter Service? Selbstverständlich spielen diese Faktoren eine zentrale Rolle, sie erhöhen die Verkaufschancen. Warum scheitern dennoch viele Unternehmen mit herausragendem Angebot? Und gleichzeitig überzeugen andere Firmen mit hohen Verkaufszahlen und Gewinnen, obwohl ihr Angebot vergleichbar mit dem der Konkurrenz ist?

Bildgebende Verfahren als Schlüssel

Es muss weitere Faktoren geben, welche über den Erfolg eines Unternehmens oder eines Produkts entscheiden. Seit dem jüngsten Jahrzehnt ist es dank bildgebenden Technologien möglich, das Gehirn gezielt auf solche Faktoren zu untersuchen. So lassen sich Erfolg oder Misserfolg basierend auf physiologischen Funktionsweisen unseres Gehirns erklären. Das Gehirn ist keine Black Box mehr. Die neuen Möglichkeiten haben teilweise überraschende Erkenntnisse gebracht. Mittlerweile sind diese Erkenntnisse auch im Marketing unter dem Begriff Neuromarketing angekommen.

Das Buch Neuromarketing zeigt, wie die Erkenntnisse aus Neuropsychologie auf eine Website angewendet werden können.

Psychologisch optimierte Websites

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