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  • Warum gibt es immer und überall Spam?

    Warum gibt es immer und überall Spam?

    Wer selbst eine Website betreibt oder ein Firmen-Postfach betreut, kennt das Problem: Spam taucht praktisch überall auf. In Kommentar-Feldern, Kontaktformularen, oder einfach nur, wenn eine E-Mail Adresse auf der Website steht.

    Auch bei neuen Inhalten geht es meist wenige Stunden bevor die Angriffsversuche starten. Warum ist das eigentlich so?

    Der Grund ist simpel: Es lohnt sich

    Spam existiert, weil es funktioniert. Selbst wenn sich lediglich ein kleiner Prozentsatz des Spams irgendwie auszahlt, kann sich der Aufwand bereits lohnen. Fürs Verständnis ist wichtig: Der Aufwand für Spam ist in den meisten Fällen verschwindend klein. Die Angriffsfläche skalieren wir auf Millionen von Websites hoch. Nun braucht es (prozentual) nicht viel Erfolg, damit es sich lohnt. Der Aufwand ist minimal, der mögliche Gewinn aber hoch.

    Wichtige Faktoren sind auch schlecht geschützte Websites und Standardkonfigurationen. So stellen die Websites einfache Ziele dar.

    Wie funktioniert Spam technisch?

    Bots durchforsten das Internet voll automatisiert. Sie besuchen Websites und suchen systematisch nach Angriffsstellen. Dabei geht es um Quantität vor Qualität. Die Bots sind nicht sonderlich ausgereift. Trotzdem gibt es genug Opfer.

    Typische Orte für Spam

    Spam tritt überall da auf, wo es direkte Möglichkeiten gibt, fragwürdige Inhalte zu verbreiten:

    Kommentar-Felder

    Die Kommentarspalte in Blogs sind ein klassisches Ziel seitdem es Blogs gibt. Voll automatisiert posten Bots links zu dubiosen Websites, generieren so Backlinks oder leiten Traffic um.

    Login-Maske von WordPress
    Login-Maske von WordPress

    Kontaktformulare

    Die Bots füllen Kontaktformulare aus und versenden so fragwürdige Inhalte direkt an die Seiteninhaber*innen. Typische Inhalte sind Werbung, Phishing oder Malware.

    Einfaches Kontaktformular, Name, E-Mail und Kommtenar, ohne Captcha
    Einfaches Kontaktformular

    Öffentlich sichtbare E-Mail Adressen

    Finden Bots E-Mail-Adressen im Klartext auf einer Websites, nehmen sie die Adressen direkt für Spam-Kampagnen auf. Im Fall von grossen Firmen oder sehr offensichtlichen E-Mail-Adressen ist es auch möglich, das Bots mögliche Empfänger-Adressen plump durchprobieren.

    Menü im GMail. Es zeigt 74 Spam-Nachrichten
    Spam-Filter im Google Maikl

    Mögliche Lösungen (oder Massnahmen)

    Ganz verhindern lässt sich Spam leider nie. Die Angreifer*innen hinken den neusten Sicherheitsmassnahmen immer etwas nach. Aber auch auf dieser Seite ist der technische Fortschritt präsent.

    Für viele Anwendungsfälle gibt es aber Massnahmen, um Spam stark zu reduzieren:

    CAPTCHAs einsetzen

    CAPTCHAs sind Mechanismen für die Unterscheidung von Mensch und Maschine. Mit verschiedensten Rätseln versuchen die Anbieter, Computer auzuschliessen.

    Beispiel für ein Bild-basiertes CAPTCHA
    Bild-basiertes CATPCHA (Quelle: developers.google.com)

    Wer schon etwas länger im Web unterwegs ist, ist es vielleicht aufgefallen: Über die Jahre wurden die Rätsel immer schwieriger zu lösen. Mittlerweile passiert es mir immer öfters, dass ich überfordert bin. Zum Beispiel sind die Ziffern nicht erkennbar oder ich muss lange nachdenken, bevor ich verstehe, was zu tun ist.

    Für was steht die Abkürzung CAPTCHA?

    Auf Englisch: Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart
    Auf Deutsch ungefähr: Komplett automatisierter und öffentlicher Turing-Test für die Unterscheidung von Computer und Mensch

    Meine persönlichen Erfahrungen mit CAPTCHA machen uns direkt auf eine grosse Hürde Aufmerksam: Die Barrierefreiheit bzw. eine möglichst barrierearme Lösung für CAPTCHAs existiert nicht immer.

    Honeypot-Felder

    Bei Honeypot-Feldern handelt es sich um für Menschen direkt unsichtbare Felder im Formular. Automatisierte Mechanismen erkennen aber nicht, dass es Fallen sind. Die Bots füllen die Felder wie gewohnt aus. Menschen füllen die Felder aber nicht aus. Honeypots sind einfacher und lange effizienter Ansatz gegen Spam.

    Symbolbild Honeypot (Quelle mailpoet.com)
    Auch der Bär tappt in die Falle (Quelle mailpoet.com)

    Spam-Filter nutzen

    Plugins wie Aksimet (WordPress) oder serverseitiges Filter können viele Spam-Inhalte erkennen. Kommt Spam von der Website her, gibt es verschiedene Stellen, wo Systeme Spam filtern können.

    Insbesondere grosse Anbieter wie Google, Microsoft oder Mailchimp sind darin schon recht gut. Weiter lernen viele Anbieter auch mit, sofern wir Mails explizit als Spam markieren.

    E-Mail-Adressen schützen

    Insbesondere persönliche E-Mail-Adressen solltest du nie öffentlich und ohne jegliche Schutzmassnahmen publizieren. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, E-Mail-Adressen zu schützen. Grundsätzlich gilt, veröffentliche eine E-Mail-Adresse nur, wenn es unbedingt nötig ist. Oftmals stellt ein Kontaktformular eine Alternative dar. Falls es unbedingt eine E-Mail-Adresse sin muss, schütze sie: Beispielsweise kann eine Adresse über Javascript geschützt oder als Bild hinterlegt werden. Reicht der Schutz nicht aus, müssen wohl oder über Spam-Filter herhalten.

    Fazit

    Spam ist nichts Neues und wird uns noch lange begleiten. Umso mehr Relevanz deine Website hat, je eher ist sie das Ziel von Angriffen. Versuche immer möglichst auf dem gesamten Weg vom der Website bis hin zu deinem Postfach alle möglichen Massnahmen einzuführen.

  • Hallo Welt!

    Hallo Welt!

    Spätestens seit ChatGPT und ähnlichen Produktionsmaschinen ist das Internet gesättigt mit Inhalt. Gerade deshalb habe ich mich entschieden, nun doch endlich einen Blog zu starten. Hier teile ich mein Wissen und meine Erfahrung rund ums Web.

    Warum Web?

    Das Web und die Digitalisierung entwickeln sich ständig weiter. Gleichzeitig steigt die Kompexität, sofern der Anspruch da ist, die Zusammenhänge und Hintergründe zumindest im Ansatz zu verstehen. Durch meine alltägliche Arbeit über Jahre habe ich viel gesehen und gelernt. Anstatt das sich die Fragen, Ideen und Fehler wiederholen, teile ich hier meine Erkenntnisse.

    Themen, welche mir am Herz liegen

    Durch meinen Hintergrund bringe ich breite Expertise im Bereich Web, Software Engineering, Content Management Systeme, Werkzeuge für die Entwicklung, Infrastruktur, Digitalisierung und künstliche Intelligenz mit ein.

    Auf Basis meines beruflichen Hintergrunds und meines Studiums, möchte ich hier folgende Themen behandeln:

    • Web und Web Entwicklung
    • Content Management Systeme
    • Werkzeuge für die Entwicklung, Infrastruktur
    • Digitalisierung und Prozess-Optimierung
    • Künstliche Intelligenz

    Warum ein Blog?

    Social Media ganz allgemein, YouTube und KI können Hilfe in vielen Situation bieten. Mein Blog soll für mich folgendes darstellen:

    • ein Ort für strukturierte Gedanken
    • ein langfristiges Archiv von Wissen
    • eine Möglichkeit, Dinge im Detail zu erklären
    • eine Plattform ohne Algorithmus

    Darum ist ein Blog für mich immer noch sehr wertvoll.

    Wo beginnen wir?

    In den ersten paar Artikeln widme ich mich zunächst dem CMS WordPress. Aktuell arbeite ich viel direkt mit dem Editor Gutenberg und entwickle eigene Blöcke.

    In den Artikeln werde ich immer wieder auch andere Themen ansprechen, welche früher oder später ebenfalls in einem separaten Beitrag zu finden sein werden.

    Der erste Schritt

    Die Domain habe ich reserviert, eine leere WordPress-Instanz installiert und den Blog gestartet. Jeder Blog startet mit einem einfachen ersten Beitrag. Hier ist meiner.

    Vielleicht liest ihn in ein paar Jahren niemand mehr. Vielleicht wird er der Anfang von vielen weiteren Artikeln.

    So oder so: Der erste Schritt ist gemacht.

    Willkommen auf meinem Blog.